Das erste Schachturnier an unserer Schule
Am Samstag hat unser Schachturnier stattgefunden. Es hat uns viel Freude gemacht.
Wir hatten drei Räume sowie Küche und Foyer für die 21 Teilnehmer (neun davon NaturRaumSchülerinnen und -Schüler), ihre Begleiter und Gäste vorbereitet. Die Kinder halfen mir, die historischen Turnierfiguren und die ausgewählten Bretter aufzubauen. Christian und Ralf von Think Rochade und dem Schachzentrum Rostock hatten, wie angekündigt, die Uhren mitgebracht – und sogar Turniersoftware, sodass ich Würfel, Papier, Bleistift und Radiergummi gar nicht brauchte.
Nach einer herzlichen Begrüßung von Madlen und mir ging es los. Mit der Türmchenschule Rostock, der Heinrich-Heine-Schule Warnemünde, einem Team vom Schachzentrum und drei Teams von der NaturRaumSchule gingen sechs Dreierteams an den Start, sodass das Spielgeschehen – die fünf Runden Schnellschach – im großen Spieleraum gemeinsam stattfinden konnte.
Nach drei Runden gab es eine Pause zum Mittagessen, zum Toben draußen und Zeit für die Pflanzung eines Baumes. Schach zum Tag des Baumes – mit der Pflanzung einer Felsenbirne, die Gunter am Schultor setzte!
„Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen.“ Großen Anteil am Gelingen hatten alle, die das vielseitige und leckere Buffet mit Popcorn und Suppe, Kuchen, Cupcakes, Brot und Cremes, Salat, Obst und Gemüse u. v. m. hergestellt und betreut haben – ein großes Dankeschön für diese wunderbaren Grundlagen!
Gespielt wurde natürlich auch – und zwar nach strengen Schachregeln, die bei uns von unseren Schiedsrichtern Lukki, Gunter, Andy und Lars jedoch ohne Verwarnungen angewandt wurden, wann immer sich ein Kind meldete.
Es war schön zu sehen, wie hier mehr und weniger Turniererfahrene zusammenspielten. Wie es beim Wettlaufen mehr ums Laufen als ums Gewinnen geht, so spielt man auch Schach auf Gewinn – doch weniger, um zu gewinnen, als für die Übung und die Schönheit der geistigen Bewegung.
Einige hielten nicht die volle Strecke durch, aber das gab anderen Kindern Gelegenheit, einzuspringen, sodass es fünf Runden lang kein freies Brett gab.
Im Spiel „jeder gegen jeden“ gab es viele interessante Partien. Bis zur letzten Runde konnten noch drei Teams gewinnen! Am Ende waren es Aljoscha, Filipp und Lovell, die – klar oder knapp – alle ihre fünf Runden gewannen und den ersten Platz belegten. Filipp an Brett 2 war der Spieler des Turniers, da er als Einziger alle Spiele gewann.
Das Türmchen-Team mit Thomas, Sara und Alina belegte den zweiten Platz, die Heinrich-Heine-Schule mit Fritjof, Bastian und Leos den dritten. Unsere zweite Mannschaft mit Hendrik, Oska und Leo spielte stark und erreichte Platz vier. Die Mannschaft vom Schachzentrum mit Aliaksandr, Pepe, Fynn und Willy spielte ebenfalls sehr gut und kam auf Platz fünf (Aliaksandr holte dabei – wie Aljoscha – 4 aus 5 an Brett 1).
Unsere dritte Mannschaft, die zunächst von Mira unterstützt wurde und in der Frodo und Alexander ihre ersten Turnierspiele machten, zeigte ebenfalls Kampfkraft und viele schöne Ideen. Ylvi sprang in den letzten drei Runden stark an Brett 1 ein, und Ville repräsentierte zwei Runden lang den Nachwuchs – ein schönes Zeichen für die Tiefe unserer „Bank“. Glückwünsche an alle Teilnehmer – großartig, ihr wart toll!
Ja, der nächste Tag des Baumes und das nächste Turnier können kommen!
Bei der Siegerehrung wurden allen NaturRaumSchülerinnen und -Schülern Medaillen aus Holz umgehängt, bevor sich alle um das große Vogelschachbrett im Foyer zum Erinnerungsfoto versammelten.
Nach dem Einräumen zeugen nun nur noch Sylvies liebe Papp-Comic-Schachfiguren und Julies Spruch, den sie beim Aufbau spontan an die Tafel geschrieben hatte, von dem Ereignis:
„Man muss nicht nur gut verlieren können, man muss es auch wollen.“
Danke, liebe Gäste, für euer Kommen – und auf Wiedersehen!
Der Text stammt von Till, Vater eines Kindes an der NaturRaumSchule und Leiter des Schachangebots.